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US-Märkte reagieren auf Zoll-Stopp, Musks Rücktritt & Nvidias Aufschwung

Diese Woche war ereignisreich für die größte Volkswirtschaft der Welt, mit wichtigen Nachrichten und Entwicklungen im Fokus.

Vom Stopp der Trump-Zölle durch den Gerichtshof für internationalen Handel über Nvidias besser als erwartete Quartalszahlen trotz anhaltender Handelskonflikte mit China bis hin zu Elon Musks Rückzug aus dem Beratergremium des Weißen Hauses – werfen wir einen Blick auf die zentralen wirtschaftlichen Ereignisse der Woche.

Amerikanische Flagge zwischen Wolkenkratzern

Gerichtshof für internationalen Handel stellt Trumps Zölle infrage

Am Mittwoch, dem 28. Mai, entschied ein Bundesgericht in New York – der Gerichtshof für internationalen Handel (Court of International Trade, CIT) –, dass die meisten von Präsident Trump verhängten Zölle, darunter auch jene auf chinesische Waren, rechtswidrig seien und seine Befugnisse gemäß dem International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) überschritten hätten.

Kernpunkte des Urteils:

Das Urteil betrifft:

  • Den 10 %-Zoll auf alle ausländischen Importe

  • Höhere Zölle auf Waren aus mehreren Ländern

  • Zölle auf Produkte aus Mexiko, Kanada und China

Allerdings bleiben die Zölle auf bestimmte Produkte wie Autos, Autoteile, Stahl und Aluminium weiterhin in Kraft.

Das Gericht stellte fest, dass Trumps Begründung – eine „nationale Notlage“ aufgrund von Handelsdefiziten und illegaler grenzüberschreitender Aktivitäten – nicht die rechtlichen Anforderungen des IEEPA erfüllte, das eine „ungewöhnliche und außergewöhnliche Bedrohung“ voraussetzt.

Marktreaktion:

Das Urteil löste zunächst eine positive Reaktion an den Finanzmärkten aus – die S&P-500-Futures stiegen um 1,4 %. Doch das US-Justizministerium (DOJ) kündigte umgehend an, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen.

Reaktion der Regierung:

Die Trump-Regierung verteidigte daraufhin ihr Vorgehen und erklärte, dass langanhaltende Handelsdefizite einen nationalen Notstand darstellten. Zudem warf sie dem Gericht vor, seine gerichtliche Zuständigkeit überschritten zu haben. (Quelle: Washington Post)

Musk zieht sich aus Washington zurück

Tesla-CEO Elon Musk (TSLA) verkündete am Mittwoch über seine Social-Media-Plattform X (ehemals Twitter), dass er seine Rolle im Weißen Haus niederlegt. Er dankte Präsident Trump für die Gelegenheit, zur Reduzierung ineffizienter Staatsausgaben beizutragen, und erklärte, die Mission der Abteilung für Regierungseffizienz (Doge) werde weiter gestärkt und solle ein fester Bestandteil der Regierungsarbeit werden.

Musks Rücktritt war erwartet worden, nachdem er die 130-Tage-Grenze für Bundesangestellte in temporären Sonderrollen erreicht hatte. Kurz zuvor hatte er Trumps Billionen-Budgetgesetz kritisiert, das seiner Ansicht nach das Haushaltsdefizit erhöhen und die Arbeit von Doge untergraben würde. Während seiner Amtszeit verfolgte Musk das Ziel, 2 Billionen US-Dollar aus dem Bundeshaushalt zu streichen – das Ziel wurde später auf 150 Milliarden gesenkt, wobei rund 260.000 Stellen im öffentlichen Dienst gestrichen oder überflüssig gemacht wurden.

Einige dieser Entlassungen wurden gerichtlich gestoppt, und Musk sah sich wegen Fehlern – darunter Kündigungen in sensiblen Bereichen – scharfer Kritik ausgesetzt. Berichten zufolge will er sich nun wieder stärker auf Tesla und SpaceX konzentrieren, da Tesla mit rückläufigen Verkaufszahlen und Protesten konfrontiert ist. Zudem plant Musk, sein Engagement bei Doge zu reduzieren und seine politischen Spenden zurückzufahren, nachdem er fast 300 Millionen US-Dollar zur Unterstützung von Trump und den Republikanern ausgegeben hatte. (Quelle: BBC)

Nvidia übertrifft Gewinnerwartungen trotz US-China-Handelskriegen

Während einige befürchteten, dass die Handelskonflikte zwischen den USA und China die Performance von Nvidia erheblich beeinträchtigen würden – insbesondere, da China der zweitgrößte Absatzmarkt des Unternehmens ist – zeigte der am Mittwoch veröffentlichte Geschäftsbericht bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit.

Hier die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • Besser als erwartete Zahlen: Gewinn je Aktie bei 96 Cent (erwartet: 93 Cent); Umsatz bei 44,06 Milliarden US-Dollar (erwartet: 43,31 Milliarden US-Dollar).

  • Starkes Umsatzwachstum: Gesamtumsatz stieg im Jahresvergleich um 69 %; der Bereich Rechenzentren, inklusive KI-Chips, legte um 73 % auf 39,1 Milliarden US-Dollar zu – das entspricht 88 % des Gesamtumsatzes.

  • Auswirkungen der China-Exportbeschränkungen: 2,5 Milliarden US-Dollar an potenziellen Verkäufen verloren und 4,5 Milliarden US-Dollar an Lagerabschreibungen aufgrund der US-Kontrollen beim KI-Chip H20 für China. Ohne diese Einbußen hätte die Bruttomarge 71,3 % betragen; gemeldet wurden 61 %.

  • CEO-Kommentar: Jensen Huang erklärte, dass der chinesische KI-Chip-Markt für US-Unternehmen de facto geschlossen sei, die weltweite Nachfrage nach KI-Infrastruktur jedoch weiterhin sehr hoch sei.

  • Nettogewinn: Stieg um 26 % auf 18,8 Milliarden US-Dollar, bzw. 76 Cent je Aktie.

  • Wachstum in den Geschäftsbereichen:

    • Gaming-Sparte wuchs um 42 % auf 3,8 Milliarden US-Dollar.

    • Automotive- und Robotik-Verkäufe stiegen um 72 % auf 567 Millionen US-Dollar.

    • Professionelle Visualisierung legte um 19 % auf 509 Millionen US-Dollar zu.

  • Kunden-Highlights: Große Cloud-Anbieter machen fast die Hälfte des Rechenzentrumsumsatzes aus, wobei Microsoft seine Nutzung von Nvidia-GPUs im Rahmen der OpenAI-Partnerschaft deutlich ausweitet.

Als Reaktion auf die starken Zahlen stieg die Nvidia-Aktie nachbörslich um rund 6 % und näherte sich damit dem höchsten Stand der letzten vier Monate. Es bleibt spannend, wie sich diese Entwicklungen – insbesondere mögliche neue Zölle – künftig auf den Aktienkurs des KI-Vorreiters auswirken werden. (Quelle: CNBC)

Fazit

Diese Woche zeigte bedeutende Veränderungen in der US-Wirtschafts- und Handelspolitik. Das Urteil des Gerichtshofs für internationalen Handel gegen zentrale Trump-Zölle stellte etablierte Handelspolitiken infrage, während Nvidias starke Quartalszahlen trotz anhaltender Spannungen zwischen den USA und China Resilienz demonstrierten. Gleichzeitig könnte Elon Musks Rücktritt aus dem Beratergremium des Weißen Hauses das Ende einer prominenten, aber umstrittenen Regierungsrolle markieren. Diese Ereignisse verdeutlichen das komplexe Zusammenspiel von rechtlichen, politischen und marktbezogenen Kräften, die die größte Volkswirtschaft der Welt heute prägen.

*Vergangene Wertentwicklungen sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

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