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Inflation Oktober 2025 – VPI-Berichte aus Deutschland und Europa

Die europäischen Inflationszahlen stehen Mitte November im Mittelpunkt, da drei wichtige Volkswirtschaften Daten zum Verbraucherpreisindex (VPI) veröffentlichen. Deutschland berichtet am 12. November, gefolgt von Spanien und Polen am 14. November. Diese Daten liefern wichtige Einblicke in den Preisdruck auf dem gesamten Kontinent, während die Europäische Zentralbank ihre vorsichtige Haltung in der Geldpolitik beibehält.

Flagge der Europäischen Union auf blauem Hintergrund

TL;DR

  • Deutschland (12. November): Der Verbraucherpreisindex dürfte bei 2,3% im Jahresvergleich bleiben, nach 2,4% im September.

  • Spanien (14. November): Die Prognose geht von einem Anstieg auf 3,1% aus, nach 3,0% im Oktober.

  • Polen (14. November): Es wird ein leichter Rückgang auf 2,8% von 2,9% erwartet.

  • Die Inflation Oktober 2025 in der Eurozone ging auf 2,1% zurück und bewegte sich damit nahe dem Zielwert der EZB von 2%.

  • Die EZB hielt die Zinsen bei ihrer Sitzung im Oktober unverändert, wobei die Märkte die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Dezember als nahezu null einschätzen.

Deutschland: Inflation stabil bei 2,3%

Der Verbraucherpreisindex in Deutschland dürfte bei der Veröffentlichung der endgültigen Zahlen am 12. November auf dem vorläufigen Wert von 2,3% gegenüber dem Vorjahr bleiben. Dies entspricht einem weiteren Rückgang gegenüber den 2,4% im September, wie aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht.

Die anhaltende Abschwächung der Inflation in Deutschland stützt die aktuelle Politik der Europäischen Zentralbank. Nach ihrer Entscheidung vom 30. Oktober, die Zinsen unverändert zu lassen, stellte EZB-Präsidentin Christine Lagarde fest, dass die Inflation „nahe unserem mittelfristigen Ziel von zwei Prozent” bleibt. Als größte Volkswirtschaft der Eurozone hat Deutschland einen erheblichen Einfluss auf die gesamte Inflationsentwicklung der Währungsunion.

Ein Wert im Rahmen der Prognosen würde die Markterwartungen bestätigen, dass die EZB die Zinsen bis zum Jahresende unverändert lassen wird. Reuters berichtet, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Dezember zwar „nahe Null” liegt, die Anleger jedoch weiterhin mit einer Wahrscheinlichkeit von 40% mit einer Lockerung bis Mitte 2026 rechnen. (Quelle: ECB)

Spanien: Inflationsdruck steigt

Der jährliche Verbraucherpreisindex Spaniens dürfte laut Konsensprognosen im Oktober leicht von 3,0% im Vormonat auf 3,1% steigen. Sollte sich dies bestätigen, wäre dies nach 2,7% im August und 2,9% im September der dritte Anstieg in Folge.

Die Beschleunigung des Preisanstiegs in Spanien steht im Gegensatz zum allgemeinen Trend in der Eurozone, wo die Inflation von 2,2% im September auf 2,1% im Oktober zurückgegangen ist. Die anhaltend über dem Ziel liegende Inflation in Spanien könnte auf inländische Faktoren zurückzuführen sein, darunter robuste Preise im Dienstleistungssektor und Lohnwachstum.

Das Instituto Nacional de Estadística (INE) wird die Daten am 14. November um 08:00 Uhr GMT veröffentlichen. Ein höher als erwarteter Wert könnte Bedenken hinsichtlich einer heterogenen Inflationsdynamik in der Eurozone aufkommen lassen und die Kalibrierung der EZB-Politik möglicherweise erschweren.

Polen: Allmähliche Desinflation hält an

Der Verbraucherpreisindex (VPI) Oktober 2025 Polens dürfte gegenüber dem Vorjahr leicht auf 2,8% zurückgehen, nach 2,9% im September, wenn das polnische Statistikamt am 14. November die Daten veröffentlicht. Der prognostizierte Wert wäre die niedrigste Inflationsrate seit Juli 2025, als ebenfalls eine Rate von 2,9% verzeichnet wurde.

Die Inflationsentwicklung in Polen hat sich stetig in Richtung des Ziels der polnischen Nationalbank von 2,5% bewegt, wobei die Rate von 3,1% im Juli auf das aktuelle Niveau gesunken ist. Trading Economics berichtet, dass die Inflation „bis zum Ende dieses Quartals voraussichtlich 2,60% betragen wird”, was auf eine weitere allmähliche Desinflation hindeutet.

Der Preisdruck in dem mitteleuropäischen Land wird weiterhin von volatilen Lebensmittel- und Energiekosten sowie der inländischen Lohndynamik beeinflusst. Die Daten für Oktober werden wichtige Anhaltspunkte für die geldpolitische Haltung der NBP liefern, da sie das Tempo möglicher Zinsanpassungen abwägt.

Auswirkungen auf die Politik der EZB

Diese nationalen Inflationszahlen stehen vor dem Hintergrund der Entscheidung der EZB vom Oktober, ihren Einlagenzinssatz zum dritten Mal in Folge bei 2,0% zu belassen. Die jüngsten Prognosen der Zentralbank gehen von einer Inflation von 1,7% im Jahr 2026 und 1,9% im Jahr 2027 aus, was leicht unter dem Zielwert von 2% liegt.

Die Entscheidungsträger der EZB bleiben jedoch vorsichtig. Bundesbankpräsident Joachim Nagel wies kürzlich Spekulationen zurück, dass sich die Inflation dauerhaft unter 2% einpendeln werde. Gleichzeitig betonte EZB-Vizepräsident Luis de Guindos, dass die Zentralbank mit den aktuellen Zinssätzen zufrieden sei, räumte jedoch ein, dass das Risiko einer „vorübergehenden Untererreichung der Inflationsziele” bestehe.

Die am 31. Oktober veröffentlichte Umfrage unter professionellen Prognostikern ergab Erwartungen einer Gesamtinflation von 2,1% für 2025, 1,8% für 2026 und 2,0% für 2027, was weitgehend mit den Prognosen der EZB übereinstimmt.

Schlussfolgerung

Die bevorstehenden Inflationsdaten aus Deutschland, Spanien und Polen werden wertvolle Einblicke in die Heterogenität des Preisdrucks in der Europäischen Union liefern. Die erwartete Stabilität in Deutschland bei 2,3%, die mögliche Beschleunigung in Spanien auf 3,1% und der allmähliche Rückgang in Polen auf 2,8% veranschaulichen die unterschiedliche Inflationsdynamik innerhalb des Kontinents.

An den Devisenmärkten notierte der Euro nahe 1,15 USD, nachdem die jüngsten Lohndaten der EZB ein nachlassendes Lohnwachstum zeigten. Stärker als erwartete Werte, insbesondere aus Spanien, könnten den Euro leicht stützen, während weit verbreitete negative Überraschungen die Erwartungen einer früheren Lockerung der Geldpolitik durch die EZB verstärken könnten.

Die Berichte werden von den politischen Entscheidungsträgern vor der Dezember-Sitzung der EZB, bei der aktualisierte Wirtschaftsprognosen veröffentlicht werden, genauestens geprüft werden. Angesichts einer Inflation, die nahe am Zielwert liegt, und anhaltender Wachstumsbedenken werden die Daten dazu beitragen, die Debatte über das angemessene Tempo künftiger geldpolitischer Anpassungen zu prägen.

*Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse. Die oben genannten Angaben sind lediglich Prognosen und sollten nicht als Anlageberatung verstanden werden.

FAQs

Wann werden die VPI-Berichte veröffentlicht?

Deutschland veröffentlicht die Daten am 12. November um 07:00 Uhr GMT, während Spanien und Polen ihre Zahlen am 14. November um 08:00 Uhr GMT bzw. 09:00 Uhr GMT veröffentlichen.

Wie sehen die Prognosen für die einzelnen Länder aus?

Deutschland wird voraussichtlich eine Inflationsrate von 2,3% gegenüber dem Vorjahr verzeichnen, Spanien 3,1% und Polen 2,8%.

Wie sehen diese Zahlen im Vergleich zum Durchschnitt der Eurozone aus?

Die Inflationsrate der Eurozone lag im Oktober bei 2,1 %, was bedeutet, dass Spanien deutlich über diesem Wert bleiben würde, während Deutschland und Polen relativ näher daran liegen würden.

Was ist das Inflationsziel der EZB?

Die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig eine Inflationsrate von 2% an.

Könnten diese Berichte eine Zinssenkung der EZB auslösen?

Die Märkte sehen derzeit eine Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Dezember bei nahezu null, obwohl anhaltend unter den Zielwerten liegende Werte in mehreren Volkswirtschaften den Zeitpunkt künftiger Lockerungsmaßnahmen beeinflussen könnten.

Welche Sektoren treiben die Inflation in diesen Ländern an?

Die Dienstleistungsinflation bleibt in weiten Teilen der Eurozone auf hohem Niveau, während die Energie- und Lebensmittelpreise weiterhin Schwankungen unterliegen. Länderspezifische Faktoren wie Lohnwachstum und Binnennachfrage spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

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