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Die kommende Woche: Wichtige wirtschaftliche Ereignisse vom 20. bis 24. Oktober 2025

Die Woche ab dem 20. Oktober 2025 markiert einen kritischen Zeitpunkt für die globalen Finanzmärkte, da Händler aufgrund des anhaltenden Regierungsstillstands mit einem spärlichen offiziellen Datenkalender aus den Vereinigten Staaten konfrontiert sind. Das Augenmerk richtet sich nun auf die Flash-Umfragen zum Einkaufsmanagerindex (PMI), die BIP-Zahlen Chinas für das dritte Quartal und die Inflationsdaten der wichtigsten Volkswirtschaften. Diese Datenveröffentlichungen werden wichtige Einblicke in die wirtschaftliche Dynamik in den Industrie- und Schwellenländern liefern und sich auf Währungspaare, Aktienindizes und Rohstoffpreise auswirken.

Ein geöffneter Laptop und eine Tasse Kaffee auf einem Schreibtisch

TL;DR

  • Die für den 24. Oktober geplanten Flash-PMI-Daten für wichtige Volkswirtschaften könnten angesichts der Unsicherheit hinsichtlich der US-Daten zu den wichtigsten Veröffentlichungen der Woche zählen.

  • Das chinesische BIP für das dritte Quartal (20. Oktober) dürfte einen Wachstumsrückgang von 5,2 % auf 4,7 % zeigen.

  • Die Inflation im Vereinigten Königreich (22. Oktober) dürfte weiterhin über dem Zielwert der Bank of England von 2 % liegen.

  • Die Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindex (24. Oktober) könnte sich verzögern; falls er veröffentlicht wird, wird ein Anstieg von 2,9 % auf 3,1 % erwartet.

  • Entscheidungen der Zentralbanken: Zinsentscheidungen der Bank of Korea und der Bank Indonesia werden erwartet.

  • Die Inflation in Japan (24. Oktober) und die Handelsdaten (22. Oktober) geben Aufschluss über die wirtschaftliche Lage.

  • Zu den Unternehmensergebnissen dieser Woche zählen unter anderem Coca-Cola, Netflix, 3M, Tesla, IBM und Intel.

Montag, 20. Oktober: China im Mittelpunkt

Chinas BIP für das dritte Quartal und monatliche Wirtschaftsindikatoren

Das chinesische Festland veröffentlicht seine BIP-Zahlen für das dritte Quartal zusammen mit wichtigen Monatsdaten, darunter Industrieproduktion, Einzelhandelsumsätze, Investitionen in Sachanlagen und Arbeitslosenquoten. Von Reuters befragte Ökonomen gehen davon aus, dass sich das BIP-Wachstum gegenüber dem Vorjahr von 5,2 % im zweiten Quartal auf 4,7 % abschwächen wird.

Mögliche Auswirkungen:

  • AUD/USD und NZD/USD: Da Chinas Wirtschaftslage aufgrund der Handelsbeziehungen direkte Auswirkungen auf Australien und Neuseeland hat, könnten schwächer als erwartete Daten aus China Druck auf diese Währungspaare ausüben.

  • Rohstoffmärkte: Die Preise für Industriemetalle (Kupfer, Aluminium) und Eisenerz könnten auf die Zahlen zur Industrieproduktion reagieren.

  • Asiatische Aktienindizes: Der Hang Seng Index in Hongkong und der CSI 300 Index auf dem chinesischen Festland könnten Volatilität zeigen.

Inflation in Neuseeland im dritten Quartal

Neuseeland veröffentlicht die Daten zum Verbraucherpreisindex für das dritte Quartal, die Aufschluss über den künftigen geldpolitischen Kurs der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) geben.

Mögliche Auswirkungen:

  • NZD-Crosses: Eine unerwartet hohe Inflation könnte den NZD stützen, da sie die Erwartungen hinsichtlich aggressiver Zinssenkungen durch die RBNZ dämpfen würde.

Dienstag, 21. Oktober: Kanadische Inflation im Fokus

Kanadischer VPI (September)

Statistics Canada veröffentlicht die Inflationsdaten für September, die für die Einschätzung des Zinspfads der Bank of Canada (BOC) nach den jüngsten politischen Anpassungen von entscheidender Bedeutung sind.

Mögliche Auswirkungen:

  • USD/CAD: Eine höher als erwartete Inflation könnte den kanadischen Dollar stützen.

  • Kanadische Aktienindizes: Der S&P/TSX Composite könnte auf sich ändernde Zinserwartungen reagieren.

Mittwoch, 22. Oktober: Inflationsdaten aus Großbritannien und Handelsdaten aus Japan

VPI Großbritannien (September)

Das Amt für nationale Statistik (ONS) wird die Inflationszahlen für September veröffentlichen. Im August lag der Gesamt-VPI bei 3,8 % und die Kerninflation bei 3,6 %, beide deutlich über dem Zielwert der Bank of England von 2 %.

Mögliche Auswirkungen:

  • GBP/USD und EUR/GBP: Eine anhaltend hohe Inflation könnte das Pfund Sterling stützen, da sie die Erwartungen hinsichtlich Zinssenkungen durch die Bank of England dämpft.

  • Britische Aktienindizes: Der FTSE 100 und der FTSE 250 könnten unter Druck geraten, wenn die hohe Inflation zu Sorgen hinsichtlich der Konsumausgaben führt.

Handelsbilanz Japans (September)

Das japanische Finanzministerium veröffentlicht Handelsstatistiken, die Einblicke in die Exportleistung und die Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes geben.

Mögliche Auswirkungen:

  • USD/JPY: Ein wachsendes Handelsdefizit könnte den Yen schwächen.

  • Japanische Exporteure: Exportorientierte Aktien könnten auf die Handelszahlen reagieren.

Zinsentscheidung der indonesischen Zentralbank

Die Bank Indonesia gibt ihre Zinsentscheidung bekannt, wobei sie die Inflationsbekämpfung und die Währungsstabilität im Blick hat.

Mögliche Auswirkungen:

  • Stimmung in den Schwellenländern: Die Politik Indonesiens könnte sich auf die Währungen und Aktienströme in den Schwellenländern insgesamt auswirken.

Donnerstag, 23. Oktober: Entscheidungen der Zentralbanken und Vertrauen in Europa

Zinsentscheidung der Bank of Korea

Die Bank of Korea (BOK) tritt zu ihrer geldpolitischen Sitzung zusammen, wobei die Märkte einschätzen, ob zusätzliche Lockerungsmaßnahmen zur Unterstützung des Wirtschaftswachstums umgesetzt werden.

Mögliche Auswirkungen:

Zinsentscheidung der türkischen Zentralbank

Die Zentralbank der Republik Türkei (TCMB) gibt ihre Zinsentscheidung vor dem Hintergrund anhaltender Inflationsprobleme bekannt.

Mögliche Auswirkungen:

  • Das hohe Inflationsumfeld in der Türkei und die politischen Reaktionen darauf schaffen Volatilitätschancen.

  • Türkische Vermögenswerte: Politische Überraschungen könnten erhebliche Bewegungen bei türkischen Aktien und Anleihen auslösen.

Verbrauchervertrauen in der Eurozone (Flash, Oktober)

Die Europäische Kommission veröffentlicht vorläufige Daten zum Verbrauchervertrauen für Oktober, um die Stimmung im Euroraum zu messen.

Mögliche Auswirkungen:

  • EUR/USD: Ein verbessertes Vertrauen könnte den Euro stützen.

  • Europäische Aktienindizes: DAX, CAC 40 und Euro Stoxx 50 könnten auf Stimmungsänderungen reagieren.

Freitag, 24. Oktober: Flash-PMI-Tag

Globale Flash-PMI-Umfragen

Die wichtigsten Datenveröffentlichungen der Woche erfolgen am Freitag mit Flash-PMI-Umfragen für wichtige Volkswirtschaften, darunter:

  • Australien (Verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungen)

  • Japan (Verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungen)

  • Indien (HSBC Verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungen)

  • Großbritannien (Verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungen)

  • Deutschland (HCOB-Verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungen)

  • Frankreich (HCOB-Verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungen)

  • Eurozone (HCOB-Verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungen)

  • USA (Verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungen)

Die PMI-Daten von S&P Global liefern die aktuellsten Indikatoren für die Wirtschaftslage und bieten Einblicke in die Produktion, Auftragseingänge, Beschäftigung und den Preisdruck sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor.

Wichtige Fragen:

  • Wird die USA trotz Anzeichen einer Abschwächung ihre Wachstumsführerschaft unter den Industrieländern behaupten können?

  • Kann die Eurozone das im September erreichte 16-Monats-Hoch der Geschäftstätigkeit aufrechterhalten?

  • Werden die britischen PMI-Daten den im September beobachteten fast vollständigen Stillstand des Wirtschaftsaufschwungs bestätigen?

Mögliche Auswirkungen:

  • Währungspaare: EUR/USD, GBP/USD, USD/JPY und AUD/USD könnten eine erhöhte Volatilität aufweisen.

  • Aktienindizes: Überraschungen beim PMI lösen in der Regel erhebliche Bewegungen bei den Aktienindizes aus.

  • Sektorrotation: Die Performance des verarbeitenden Gewerbes im Vergleich zum Dienstleistungssektor bestimmt die Entscheidungen zur Sektorallokation.

US-VPI (September) – falls veröffentlicht

Die verspätete Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindex könnte am Freitag erfolgen und möglicherweise einen Anstieg der Inflation von 2,9 % auf 3,1 % zeigen.

Mögliche Auswirkungen:

  • Stärke des USD: Eine höher als erwartete Inflation könnte die Erwartungen hinsichtlich einer Zinssenkung durch die Federal Reserve dämpfen.

  • Gold: Eine erhöhte Inflation könnte den Goldpreis als Inflationsabsicherung stützen.

  • US-Aktienindizes: Technologieaktien reagieren empfindlich auf Zinserwartungen.

Japanischer VPI (September)

Die Inflationsdaten Japans liefern wichtige Erkenntnisse über den möglichen Kurs der Bank of Japan (BOJ) zur Normalisierung ihrer Geldpolitik.

Mögliche Auswirkungen:

  • USD/JPY: Eine anhaltende Inflation von über 2 % stützt die Erwartungen einer Aufwertung des Yen.

  • Japanische Staatsanleihen: Inflationstrends beeinflussen die Renditen japanischer Staatsanleihen.

Einzelhandelsumsätze im Vereinigten Königreich (September)

Das ONS veröffentlicht die Einzelhandelsumsätze für September, die einen direkten Einblick in das Konsumverhalten der Verbraucher geben.

Mögliche Auswirkungen:

  • GBP-Paare: Schwache Umsätze könnten Druck auf das Pfund ausüben.

  • Einzelhandelssektor im Vereinigten Königreich: Direkte Auswirkungen auf die Aktienbewertungen von Einzelhändlern.

  • Aktien aus dem Bereich zyklischer Konsumgüter: Leistungsindikator für die allgemeine wirtschaftliche Gesundheit.

Gewinnkalender dieser Woche

Darüber hinaus sollten Händler die folgenden für diese Woche geplanten Veröffentlichungen von Unternehmensgewinnen im Auge behalten:

Dienstag, 21. Oktober:

Mittwoch, 22. Oktober:

Donnerstag, 23. Oktober:

Schlussfolgerung

Die Woche vom 20. bis 24. Oktober bietet trotz der Einschränkungen durch den Stillstand der US-Regierung ein reichhaltiges Datenangebot. Die am Montag veröffentlichten BIP-Zahlen Chinas geben den Ton für die Stimmung an den asiatischen Märkten an, während die Mitte der Woche veröffentlichten Inflationsdaten aus Großbritannien und Japan Hinweise auf die Geldpolitik geben.

Die am Freitag veröffentlichten Flash-PMI-Umfragen markieren einen entscheidenden Zeitpunkt für die Woche und liefern umfassende Einblicke in die globale Konjunkturdynamik sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor.

Darüber hinaus erhöht die Knappheit an offiziellen US-Daten die Bedeutung von Umfragen im privaten Sektor, sodass die am Freitag veröffentlichten PMI-Daten entscheidend dafür sind, zu beurteilen, ob die größte Volkswirtschaft der Welt ihren jüngsten Wachstumskurs fortsetzen kann. Angesichts der möglicherweise nachlassenden Störungen durch Zölle und der stimulierenden Wirkung der Zinssenkung der Federal Reserve im September werden die PMI-Daten für Oktober entscheidend für die Richtung des Marktes zum Jahresende sein. (Quelle: SP Global)

Dennoch wird nur die Zeit zeigen, was tatsächlich vor uns liegt.

*Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse. Die oben genannten Angaben sind lediglich Prognosen und sollten nicht als Anlageberatung verstanden werden.

FAQs

Warum sind Flash-PMI-Umfragen wichtig?

Da die Veröffentlichung offizieller Wirtschaftsdaten aufgrund des Shutdowns der US-Regierung verzögert wird, bieten Flash-PMI-Umfragen die aktuellsten und zuverlässigsten Einblicke in die Wirtschaftslage der wichtigsten Volkswirtschaften. Diese Umfragen erfassen die Geschäftstätigkeit sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor und bieten einen umfassenden Überblick über die wirtschaftliche Dynamik.

Wie könnten sich Chinas BIP-Daten für das dritte Quartal auf die Rohstoffmärkte auswirken?

China ist der weltweit größte Verbraucher von Industriemetallen und Rohstoffen. Ein unter den Erwartungen liegendes BIP-Wachstum (Konsens: 4,7 %) in Verbindung mit schwachen Daten zur Industrieproduktion könnte Druck auf die Rohstoffpreise ausüben, insbesondere auf die Preise für Kupfer, Eisenerz und Rohöl. Umgekehrt könnten besser als erwartete Zahlen die Rohstoffmärkte stützen.

Was sind die wichtigsten Werte, die es bei den britischen Inflationsdaten zu beachten gilt?

Die Zahlen für August zeigten einen Gesamt-VPI von 3,8 % und eine Kerninflation von 3,6 %, beide deutlich über dem Zielwert der Bank of England von 2 %. Jeder Anstieg über 4 % könnte die Erwartungen hinsichtlich Zinssenkungen durch die BoE deutlich dämpfen und das GBP stützen. Umgekehrt könnte ein Rückgang auf 3,5 % die Erwartungen hinsichtlich einer lockeren Geldpolitik erhöhen.

Wie sollten Händler mit der verspäteten Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindex umgehen?

Die zeitliche Ungewissheit hinsichtlich des US-Verbraucherpreisindex erschwert die Positionierung. Händler sollten vor der Bestätigung des Veröffentlichungstermins keine großen Positionsänderungen vornehmen. Wenn der Index am Freitag zusammen mit den vorläufigen PMI-Daten veröffentlicht wird, ist mit einer erhöhten Volatilität bei USD-Paaren, US-Aktienindizes und Goldmärkten zu rechnen.

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